Dinkelseelen

Puh – so langsam leide ich unter akutem Kuchenback- und Kuchenessentzug. Dabei bin ich ja selbst schuld. Warum habe ich mir auch auferlegt, in der Fastenzeit, also von Aschermittwoch bis Ostersonntag, auf Alkohol und Süßes zu verzichten?

Das mit dem Alkohol ist mir nicht schwergefallen, das Weglassen jeglicher Süßitäten hingegen in manchen Momenten schon. Keinerlei Kuchen, keinerlei Desserts, keinerlei Schokolade.
Ich habe tapfer durchgehalten und das macht mich auch ein bisschen stolz. Aber jetzt freue ich mich wie ein Schnitzel auf den Ostersonntag. Na ja – ich will ehrlich sein – weniger auf den Tag, mehr auf Osterbrot und auf Nougateier und dann vielleicht noch…. oder… ;-)

Die Fastenzeit konnte mich natürlich nicht von meiner Backleidenschaft abhalten. Abgesehen von ein paar Kuchen zum Verschenken, ging es eben mehr in die deftige Richtung. Wie auch heute – meine Schwester feiert anlässlich ihres runden Geburtstages eine Mädelsparty und nachdem die Geschäfte am Karfreitag geschlossen haben, wurde ich kurzerhand als Brotlieferantin auserkoren. Ein guter Anlass, neben meinem heißgeliebten Vollkornbrot auch mal wieder Dinkelseelen zu backen. Bisher bin ich mangels Fotos noch nie dazu gekommen, das Rezept hier einzustellen. Aber dieses Mal konnte ich ein paar Bilder schießen, bevor sie zum Verzehr freigegeben werden.

Dinkelseelen

Um alle Geschmäcker zufriedenzustellen, habe ich die Seelen auf zwei Bleche verteilt. Die ersten durften mit vornehmer Blässe den Ofen verlassen, die nachfolgenden wurden goldgelb gebräunt.

Dinkelseelen


Das kommt rein (ergibt ca. 9 Stück):
1 kg Dinkelmehl (Type 630)
20 g Salz
30 g Hefe
600 ml lauwarmes Wasser
Kümmel und grobes Meersalz

So geht’s:
Das Mehl in eine Schüssel sieben und das Salz dazugeben. Die frische Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen und zum Mehl schütten. Das Ganze mit der Küchenmaschine oder dem Rührgeräte gut verkneten.
Anschließend den Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen. Während der Ruhezeit den Teig zweimal mit nassen Händen durchkneten und noch einmal aufgehen lassen.
Anschließend den Teig mit den Händen in Rechteckform (ca. 30 x 15 cm) ziehen und mit einem Messer 3-5 cm breite Teigstreifen abschneiden. Diese auf etwa 20-30 cm in die Länge ziehen, mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und noch einmal zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Inzwischen kann der Backofen vorgeheizt werden. Die Teiglinge mit Wasser bestreichen und mit Kümmel und grobem Meersalz bestreuen.

Eine Schüssel Wasser auf den Backofenboden stellen. Die Seelen im vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten bei 240 °C backen. Dann die Temperatur auf max. 200°C reduzieren und das Ganze noch für 10 Minuten im Ofen lassen.

Tipp:
Ich verteile die Seelen immer auf zwei Backbleche. Dann verkleben sie nicht untereinander.

Viele liebe Grüße
von eurem Backluder

 

 

Schnelles Vollkornbrot

Heute gibt es ein deftiges Rezept, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Weil es einfach superschnell geht, total gut schmeckt und letzteres zudem auch noch nach einigen Tagen.
Und dieses Mal habe ich auch ganz brav fotografiert. :-)

Das ist drin:

500 g Dinkelvollkornmehl
150 g Körner nach Wahl (ich nehme meistens je 50 g Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Leinsamen)
1/2 l lauwarmes Wasser
2 TL Salz
2 EL Essig (ich nehme Apfelessig)
1 Würfel frische Hefe (42 g)

So geht’s:

Das Vollkornmehl mahle ich mir mit meiner Getreidemühle immer ganz frisch aus Dinkelkörnern. Es spricht aber nichts dagegen, abgepacktes Vollkornmehl zu verwenden.

Dann werden alle Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und zuletzt die Hefe darüber gebröckelt. Das Ganze dann mit dem Knethaken gut verrühren. Die Teigmasse in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben.

Die Wäscheklammern haben sich als praktisch erwiesen, damit sich das Backpapier beim Einfüllen nicht selbständig macht. Aber unbedingt daran denken, die Wäscheklammern vor dem Backen zu entfernen. Kunststoff verträgt keine hohen Temperaturen – ja – aus Fehlern lernt man… :-)

Aber jetzt rein mit dem Teig:

Die Backform auf den Gitterrost in den kalten Backofen stellen und bei 200° C eine Stunde backen.

Und so sieht das Ganze dann frisch aus dem Ofen aus:

Nachdem locker zwei Kastenformen nebeneinander in den Ofen passen, backe ich meistens zwei Brote und verschenke eines davon.

Liebe Grüße von eurem
Backluder