Zwetschgendatschi

Ich werde oft nach meinem ganz persönlichen Lieblingskuchen gefragt. Für einen einzigen Kuchen kann und möchte ich mich nicht entscheiden, aber einen Favoritenkreis gibt es natürlich schon. Und dazu gehört definitiv der Zwetschgendatschi. Ganz klassisch – ohne viel Schnickschnack. Am besten gleich frisch aus dem Ofen. Mmmmh – ihr seht schon – ich komme ins Schwärmen….

Der Zwetschgendatschi ist auch einer der ganz wenigen Kuchen, an denen ich aus Prinzip nicht rumexperimentiere. Dafür ist der Klassiker einfach viel zu perfekt. Und ja – es muss ein Hefeteig drunter!

Okay – wenn es um die Frage “mit oder ohne Streusel” geht, bin ich kompromissbereit. Ich brauche sie nicht, aber für eingefleischte Streuselfans backe ich ihn schon auch mal mit Krümeln obendrauf. Und zu einem Klecks Sahne lasse ich mich auch gerne überreden. :-)

Am besten schmeckt der Zwetschgendatschi natürlich mit Obst aus dem eigenen Garten. Jetzt ist es aber leider so, dass sich mein Herr Zwetschgenbaum heuer alles andere als kooperativ zeigt. Er hat gnädigerweise ein paar Früchte produziert, diese aber in luftige Höhen vereinzelt auf die Äste verteilt. Keine Chance, die Dinger ohne Leiter zu erwischen. Nachdem ich für jede Zwetschge die Leiter auch noch umbauen müsste, bin ich jetzt auch stur. Soll der Baum doch seine Zwetschgen behalten. Ich ignoriere ihn einfach, kaufe meine Zwetschgen auf dem Markt und hoffe auf ein Einsehen (des Baumes) inklusive reicher Ernte im nächsten Jahr.

Das kommt rein:

Teig:
350 g Mehl
50 g Butter
125 ml Milch
50 g Zucker
1/2 Würfel Hefe
1 Ei
abgeriebene Zitronenschale (maximal von einer ganzen Zitrone)
1 Prise Salz

Belag:
1-2 EL Semmelbrösel
1,5 – 2 kg Zwetschgen
40 g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 TL Zimt

So geht’s:

Man könnte auch, ganz klassisch, eine Vorteig ansetzen. Ich mache es ein bisschen anders…
Mehl, Salz und Zitronenschalenabrieb in eine große Rührschüssel geben. In einem Topf die Butter erwärmen und die Milch zugeben. Wenn das Ganze lauwarm ist, den Topf vom Herd nehmen, den Zucker und die zerbröckelte Hefe zugeben und mit einer Gabel umrühren, bis sich die Hefeklümpchen einigermaßen aufgelöst haben. Den Topfinhalt ins Mehl schütten und das Ei  hinzugeben. Alles mit einem Knethaken verrühren, bis sich ein homogener Teigklumpen bildet. Kleiner Tipp: Hefeteig will ausgiebig geknetet werden.  :-)
Die Rührschüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort gehen lassen. Bei mir steht er meistens 2 bis 3 Stunden.
Den aufgegangenen Teig nochmals mit der Hand durchkneten, ausrollen und auf ein gefettetes Backblech legen. Die Semmelbrösel darüberstreuen.

Die vorbereiteten Zwetschgen (waschen, aufschneiden, entkernen) mit der Schnittfläche nach oben dicht aneinander auf dem Teig verteilen. Vanillezucker, Zucker und Zimt vermischen und die Hälfte davon vor dem Backen über die Pflaumen streuen.

Bei ca. 190° (vorgeheizt) 35 Min. backen. Kurz abkühlen lassen und den Rest des Zucker-Zimt-Gemischs über die Zwetschgen geben.

Tipp: Denjenigen, die zur Abwechslung mal einen anderen leckeren Zwetschenkuchen backen möchten, kann ich nur die Zwetschgentarte ans Herz legen. Anders – aber auch sehr gut!

Viele liebe Grüße
von eurem Backluder

Aprikosentarte mit Mandelcreme

Im Moment habe ich ein echtes Luxusproblem. Im Garten warten Unmengen von Obst darauf, gegessen oder verarbeitet zu werden. No chance! Aber ich gebe mein Bestes. :-)

Am Wochenende musste der Aprikosenbaum abgeerntet werden. Für eigene kreative Rezeptideen war keine Zeit und so habe ich mich von Google inspirieren lassen. Letztendlich habe ich mich für die Aprikosentarte von Lecker entschieden. Und ich kann nur sagen: Diese Entscheidung war sowas von goldrichtig!


Frisch aus dem Ofen sah die Taste schon sehr verführerisch aus und duftete ebenso. Ich musste mich echt beherrschen, sie auskühlen zu lassen und nicht gleich darüber herzufallen. Mir war in dem Moment aber völlig klar, dass mein Mittagessen nicht wie geplant eine Kartoffelpfanne, sondern stattdessen eine Aprikosentarte werden würde. :-)
Die Tarte hat alles gehalten, was sie versprochen hat. Nicht einmal besonders spektakulär – einfach nur gut, richtig gut. Die nicht so sehr süße Mandel-Obst Mischung und dazu der knusprige Mürbteig. Ich muss gestehen – bereits am Abend war kein Krümelchen mehr davon übrig. Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass ich zwei große Stücke abgegeben habe. ;-)

Die Tarte hat definitiv einen Platz bei meinen Standardrezepten verdient. Ich kann sie mir auch sehr gut mit anderem Obst (Zwetschgen, Kirschen, Beeren, Äpfel) vorstellen und werde euch von den Testergebnissen berichten.

Nachdem immer noch eine ganze Schüssel Aprikosen übrig war, habe ich daraus auch gleich noch schnell Aprikosenmarmelade gekocht – mit einem Schuss Marillenschnaps. Hicks. :-)
Im Nachhinein habe ich diese Aktion fast bisschen bereut, so konnte ich nämlich am nächsten Tag nicht gleich noch einmal Aprikosentarte backen.

Das kommt rein:

Teig:
160 g Mehl
1 Prise Salz
75 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
75 g Butter (kalt)

Belag:
25 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
50 g gemahlene Mandeln
ca. 600 g Aprikosen
100 g Aprikosenmarmelade
Puderzucker

So geht’s:

Mehl, Salz, Vanillezucker, Zucker, Ei und Butter in eine Schüssel geben und mit den Knethaken des Rührgeräts oder mit den Händen zügig zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Aprikosen waschen, halbieren und entkernen.
Für die Mandelcreme Eier, Zucker und Vanillezucker aufschlagen. Die Mandeln einrühren.
Die Aprikosenmarmelade etwas erwärmen, damit sie dünnflüssiger wird und besser verarbeitet werden kann.
Den gekühlten Mürbeteig ausrollen. Boden und Rand einer Tarteform (26 – 28 cm) damit auslegen. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Mandelcreme auf dem Boden verteilen. Die Aprikosenhälften mit der Schnittfläche nach unten dicht aneinander auf die Creme legen. Die Früchte mit der Marmelade bestreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200°C für 45 Minuten backen.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Viele liebe Grüße
von Eurem Backluder

Apfelkuchen mit Streusel

Es ist wieder soweit! Die Apfelsaison hat begonnen. Los geht der Reigen mit den Kornäpfeln, die im Garten auf die Ernte warten. Und da diese Sorte leider nicht lagerfähig ist, muss sie so schnell wie möglich gegessen bzw. zu Apfelmus oder Apfelkuchen verarbeitet werden.

Nachdem sich diese Woche kurzfristig zwei ganz besonders liebe Freunde angekündigt haben, um ein paar Tage bei mir zu urlauben, musste natürlich sofort der Backofen angeworfen werden. Von einem echten Backluder wird schließlich erwartet, dass es rund um die Uhr leckeren Kuchen gibt. :-)

Nach kurzer Überlegung war klar: Die Apfelsaison wird eröffnet. Für einen Hefeteig blieb keine Zeit. Also musste ein schneller Rührteig her. Und kaum kam der Kuchen aus dem Ofen, fielen meine Freund auch schon darüber her. Das einstimmige Urteil: sehr lecker. Besonders die Streusel sind ein Gedicht – so richtig schön crunchy. Dies ist auch der Grund, warum dieser Apfelkuchen meiner Meinung nach einer der wenigen Kuchen ist, die frisch ganz besonders gut schmecken (das empfinde ich sonst nur bei Hefeteigen so). An den nächsten Tagen ist das Ganze zwar gut durchgezogen und entsprechend aromatisch, aber die Streusel weichen leider etwas auf.

Der Kommentar meiner Gäste:
Sie: “Am besten frisch – mit den knusprigen Streuseln. Soooooo lecker!”
Er: “Er wird mit jedem Tag besser.”
Ihr seht – reine Geschmacksache – also am besten selbst probieren.

In einer Sache waren wir uns einig. Der Zitronenschalenabrieb macht den Kuchen herrlich sommerlich. Im Winter werde ich den Teig stattdessen mit etwas Rum aromatisieren.

Eins noch – bevor irgendwelche unleckere Gedanken aufkommen. Die schwarzen Punkte in den Streuseln sind keine Ameisen. ;-) Das sind die frischen Vanilleschoten.

Das kommt rein:

Teig:
125 g Butter
130 g Zucker
Mark einer Vanilleschote oder ein Pck. Vanillezucker
1 – 2 TL abgeriebene Zitronenschale (im Winter alternativ ein EL Rum)
1 Prise Salz
4 Eier
250 g Mehl
1/2 Pck. Weinsteinpulver oder Backpulver

Belag:
1,5 kg Äpfel
150 g Butter
180 g Zucker
Mark einer Vanilleschote oder 1 Pck. Vanillezucker
1 TL Zimt
250 g Mehl

So geht’s:

Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in Viertel schneiden. Die Apfelviertel jeweils längs ca. 3-4 mal einschneiden.
Für die Streusel Butter, Zucker, Vanillezucker, Zimt und Mehl mit dem Knethaken oder mit der Hand verkneten. Den Streuselteig kühl stellen.
Für den Teig Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln einrühren. Das Mehl zusammen mit dem Weinsteinpulver vorsichtig unterrühren.
Den Teig auf ein gefettetes Backblech verteilen und glattstreichen.  Die Apfelviertel dicht aneinander auf den Teig legen. Zuletzt den Streuselteig in grobe Brösel zerteilen und auf die Äpfel streuen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 45 Minuten backen.

Viele liebe Grüße von
Eurem Backluder

Johannisbeerkuchen

Was gibt es Schöneres, als in den Garten zu gehen und sich von dem vorhandenen Obstangebot zu einem Kuchen inspirieren zu lassen? Die Rhabarbersaison ist vorbei, die Kirschen sind inzwischen nicht mehr essbar (es sei denn mit wurmiger Fleischeinlage *würg*), und Erdbeeren gibt es leider auch keine mehr. Dafür sprießen jetzt die Stachel- und Johannisbeeren. Und nachdem mein selbstgepflanzter Johannisbeerstrauch heuer erstmalig eine richtig gute Ernte abwirft, fiel die Kuchenauswahl nicht schwer. Ein einfacher Rührkuchen mit Nüssen und Johannisbeeren sollte es werden.

Der Kuchen ist wirklich kinderleicht zu backen und schmeckt total köstlich! Wer auf süß-sauer Kombinationen steht, wird die Finger nicht von ihm lassen können. Also nichts wie ran ans Rührgerät…. :-)

Johannisbeerkuchen

Das kommt rein:

400 – 500 g Johannisbeeren
30 g Zucker
100 g gemahlene Haselnüsse
40 g Rum
1 TL Zimt
250 g Butter
210 g Zucker
Mark einer Vanilleschote (alternativ ein Pck. Vanillezucker)
3 Eier
250 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver

So geht’s:

Johannisbeeren mit 30 g Zucker, Nüssen, Rum und Zimt mischen und  etwa 15 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit Butter, 210 g Zucker und Vanille aufschlagen. Eier einzeln einrühren. Mehl und Backpulver vorsichtig unterrühren. Johannisbeermischung unterheben. Den Teig in eine gefettete Springform (26 – 30 cm) füllen und glattstreichen.
Den Teig im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 60 Minuten backen. Damit der Kuchen nicht zu dunkel wird, nach ca. 45 Minuten die Form mit Alufolie abdecken. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Viele liebe Grüße
von Eurem Backluder

 

Heidelbeer-Cheesecakes (Mini)

An Käsekuchen scheiden sich die Geister. Die einen finden immer noch den guten alten Käsekuchen á la Oma mit viel Magerquark und einem Mürbteigboden am besten, die anderen fahren voll auf den trendigen American Cheesecake ab, der auf einem Krümelboden ruht und in erster Linie aus Frischkäse besteht. Ich gehöre da ganz klar der Old Fashion Fraktion an. Nichts geht über einen Oma-Käsekuchen. Wenn ich das nächste Mal ein Exemplar davon backe, denke ich hoffentlich daran, Fotos zu machen und stelle euch dann mein Lieblingsrezept vor.

Mein Physio hat mir kürzlich (während einer ziemlich schmerzhaften Piriformis Behandlung) gestanden, dass er voll auf American Cheesecake abfährt. Ist doch klar, dass sich das Backluder gleich an die Rührschüssel stellt. Ich weiß – das grenzt an Bestechung, aber was tut man nicht alles, in der Hoffnung, dass die Behandlung beim nächsten Mal weniger schmerzhaft ausfällt. ;-)

Um den BMI des Physik nicht unnötig zu gefährden (Gruß an Andreas :-) ), habe ich mich für einen Mini-Cheesecake mit Heidelbeertopping entschieden.

Auch wenn ich eine Liebhaberin der traditionellen Käsekuchen bin, muss ich zugeben, dass ich diese wirklich leckere Cheesecake Variante nicht von der Tellerkante stoßen würde. Na ja – irgendjemand musste ja die übrigen 11 Küchlein vernichten. ;-)


 

Das kommt rein:

Krümelboden:
120 g Kekse (z.B. Vollkornbutterkekse, Hobbits)
50 g Butter

Füllung (alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben):
450 g Doppelrahmfrischkäse
100 g Zucker
Mark einer Vanilleschote (alternativ 2 Pck. Vanillezucker)
1 TL geriebene Zitronenschale
2 Eier
150 g Sauerrahm

Topping:
225 g Blaubeeren (tiefgekühlt)
2 TL Stärke
30 g Zucker
etwas geriebene Zitronenschale

So geht’s:

12 Papierförmchen in ein Muffinblech geben. Die Kekse zerbröseln. Hierfür einfach die Kekse in einen Gefrierbeutel geben, den Beutel verschließen und mit einem Nudelholz zerkleinern. Die Butter schmelzen und mit den Kekskrümeln vermischen. Diese Masse in de 12 Papierförmchen verteilen und am Boden andrücken. Das Muffinblech in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung Frischkäse, Zucker, Vanille und Zitronenabrieb verrühren. Die Eier einzeln unterrühren. Nicht zu sehr aufschlagen, wirklich nur einrühren, damit nicht zu viel Luft in die Masse eingebracht wird! Die Masse auf den Keksböden verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 150°C ca. 20 Minuten backen. Die Cheesecakes sollen in der Mitte noch etwas wabbelig sein. Das Ganze auskühlen lassen. Wenn die Masse einigermaßen fest ist, die Papierförmchen aus dem Muffinblech heben und auf einem Gitter wieder in den Kühlschrank stellen (im Muffinblech würde sich Kondenswasser bilden). Am besten über Nacht.

Am nächsten Tag die Cheesecakes vom Papier befreien und auf einen Servierteller setzen. Alle Zutaten für das Heidelbeertopping in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen. Anschließen das Ganze 1-2 Minute köcheln lassen. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, kann sie mit einem Löffel auf den Cheesecakes verteilt werden.

Viele liebe Grüße
von Eurem Backluder!

Rhabarberkuchen mit Streusel

Meine Familie ist es gewohnt, ständig als Testesser verwöhnt oder, je nach Betrachtungsweise, missbraucht zu werden. Da klopfe ich dann mit einem Kuchenteller oder ein paar Dessertgläschen in der Hand an und stehe mit großen, erwartungsvollen Augen vor ihnen, bis sie sich das erste Stückchen in den Mund schieben. Denn ich bin natürlich ganz gespannt auf die Kommentare. In den letzten Wochen ist meine Backkreativität aus Zeitmangel leider ein wenig kurz gekommen. Und das wurde auch prompt bemerkt.

Letztes Wochenende erwähnte meine Mutter beiläufig, dass sie  unbedingt noch einen Kuchen backen müsse. Den Untertönen dieser Ankündigung entnahm ich den Wunsch, mal wieder von mir bebacken zu werden. Ich hatte gerade nichts Besseres zu tun und mein Angebot, ganz spontan die Küchenmaschine anzuwerfen, wurde freudig angenommen. Zum Glück ist meine Familie sehr pflegeleicht – sie freuen sich eigentlich über alles, was ich ihnen vorsetze. Es gab also keinerlei Vorgaben.

Da im Garten der Rhabarber momentan nur so sprießt, war die Richtung klar: Rhabarberkuchen! Die weitere Planung musste der Kühlschrankinhalt  vorgeben. Neben den Grundzutaten wie Mehl, Eier, Butter und Zucker, die ich immer vorrätig habe, fanden sich da noch ein Becher Quark und ein Becher Sahne. Wunderbar – daraus lässt sich einiges machen. Ein bisschen haderte ich noch mit der Tatsache, keine frische Hefe im Haus zu haben (ich liebe Hefekuchen), aber dann sollte der Rhabarber eben im Rührteig sein Ruhebett finden. Und da ich schon beim Wünscheerfüllen war und mein Vater ein großer Fan von Streuselkuchen ist, konnte es losgehen. Ziel: Rhabarberkuchen mit Quarkcreme und Streuseln vom Blech.

Hier das Ergebnis:

Der Kuchen schmeckte am ersten Tag sehr gut, viel besser aber noch am zweiten – frisch aus dem Kühlschrank. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass  ich Rhabarberkuchen in allen Varianten lecker finde. Egal ob mit Baiser, mit Schmandcreme, mit Sahne, gedeckt oder pur im Rührteig – diese süß-saure Kombi ist einfach genial. Da werde ich sicherlich in den nächsten Wochen noch ein wenig experimentieren.

Das kommt rein:

1,3 kg Rhabarber
350 g Butter
250 g Zucker
125 g brauner Zucker
4 Eier
450 g Mehl
1 Pck. Backpulver
500 g Magerquark
200 g Schlagsahne (kann auch durch Milch ersetzt werden)
100 g Milch
1,5 Pck.  Vanillepudding (alternativ Stärke und frisches Vanillemark)
geriebene Schale einer Zitrone
Prise Salz

So geht’s:

Den Rhabarber schälen und in ein bis zwei Zentimeter lange Stücke schneiden.

Streusel:
Den braunen Zucker, 150 g Butterstückchen und 200 g Mehl verkneten, danach mit den Händen zu Streuseln zerbröseln und in den Kühlschrank stellen.

Quarkcreme:
Quark mit flüssiger Sahne, Milch, Puddingpulver, 70 g Zucker und der Zitronenschale glatt rühren.

Rührteig:
200 g Butter und 180 g Zucker und die Prise Salz schaumig rühren, die Eier einzeln unterrühren. Das mit dem Backpulver vermischte restliche Mehl (250 g) vorsichtig unterrühren.

Den Teig gleichmäßig auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech streichen (siehe Tipp unten). Die Quarkcreme auf dem Teig verteilen, die Rhabarberstücke auf die Creme geben und zum Schluss die Streusel drüberstreuen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C für 50 Minuten backen und auskühlen lassen.
Wer die Streusel gerne ein wenig brauner mag, sollte in den letzten 10 Minuten auf Oberhitze backen. Ich mache das inzwischen immer so.

Tipp:
Blechkuchen backe ich grundsätzlich mit Backrahmen. Das hat den Vorteil, dass man die Größe beliebig wählen kann und vor allem gibt es immer einen schönen, sauberen Rand.
Einfach das Backblech mit Backpapier auslegen, den Backrahmen auf die gewünschte Größe einstellen und auf dem Backblech platzieren. Damit nichts verrutscht, klemme ich die verschiebbaren Teile mit vier Wäscheklammern fest. Aber bitte unbedingt vor dem Backen entfernen. Sonst gibt es eine ziemlich übelriechende Sauerei. Ja – ich spreche aus Erfahrung… :-(

Viele liebe Grüße
von eurem Backluder