Apfelsaft, Traubensaft und noch mehr Saft

Obst und Gemüse im eigenen Garten wachsen zu sehen und dann irgendwann frisch ernten zu können, erfüllt mich immer mit einer tiefen Befriedigung. Der wunderbar sonnige Sommer hat dazu beigetragen, dass besonders das Obst in einer sehr guten Qualität, aber zudem auch noch in einer selten erlebten Quantität an den Sträuchern und Bäumen hing. Unsere Apfelbäume hatten Schwerstarbeit zu leisten und ich bin froh, dass sich kein größerer Ast unter der Last verabschiedet hat.

Die reiche Ernte stellte mich aber auch vor eine Herausforderung. Ich finde es immer sehr schade, wenn die Früchte in der Biotonne landen, weil sie einfach in der Menge nicht gegessen werden können. Irgendwie tut mir das im Herzen weh. Also versuche ich immer, möglichst viel davon zu verarbeiten. In den letzten Jahren hatte ich folgende Alternativen: Verbacken, Verkochen, Einfrieren oder Marmelade daraus machen.

Nachdem die Tiefkühlfächer meines Kühlschranks nur ein sehr überschaubares Platzangebot bieten und die Marmeladengläser im Keller locker für alle Frühstücksbrötchen, Kuchen und Plätzchen der nächsten Jahre reichen, musste eine andere Möglichkeit her. Nach langem Überlegen, habe ich mich dazu entschieden, mir einen Dampfentsafter zuzulegen, um so meinen eigenen Saft produzieren zu können.

Als erstes kamen die frühe Apfelsorten dran.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit einer größeren Saftausbeute gerechnet habe. Mit zwei vollen (Topf-)Ladungen, die jeweils fast 90 Minuten vor sich hin köchelten, konnte ich gerade mal vier Literflaschen füllen.

Aber es gab ja zum Glück noch viele andere Obstsorten und so konnte der Vorratskeller mit:

4 Liter Apfelsaft
12 Liter Traubensaft
3 Liter Holundersaft (für die Erkältungszeit)
9 Liter Pflaumensaft
und zuletzt 5 Liter Quittensaft

gefüllt werden. Der Winter kann kommen.

Apropos Winter – so langsam rückt er näher – und wenn es draußen kalt ist, wird der Holzofen eingeschürt. Was gibt es Schöneres, als am warmen, prasselnden Feuer zu sitzen, wenn es draußen so richtig ungemütlich ist. Zum Glück hat mein Holzofen eine Kochplatte. So konnte ich nämlich letztes Wochenende die (Ent-)Saftsaison mit dem Abernten des Quittenbaums und dem (energiesparenden) Entsaften einiger Früchte (die meisten hängen immer noch am Baum) beenden.


So – damit hat die Entsafterei für dieses Jahr ein Ende. Nächstes Wochenende ist Advent und es wird höchste Zeit mit dem Plätzchenbacken zu beginnen. Ich freue mich schon voll drauf und werde natürlich berichten…

Viele liebe Grüße
Euer Backluder

 

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